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Ausgespäht? Die App gegen geheime Drucker-Codes

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Wer Angst vor Spionage aus dem Drucker hat, muss sein altes Modell nicht gleich verschrotten – die App „Deda“ reicht.

Worum geht’s? TU Dresden, Datenschutz, Deda, FLiK-Modul, Bionik

Informatiker der TU Dresden haben eine App entwickelt, die Identifikationscodes in Druckern unleserlich macht. Und in der Bio-Fakultät eine Bionik-Ausstellung eröffnet.

Der Spion im Drucker

Im Internet kann man sich nie ganz sicher sein, wer gerade alles mitliest. Da ist ausgedruckt doch besser – oder? Was kaum jemand weiß, ist, dass fast jeder Farblaserdrucker winzige gelbe Punkte auf jeder Seite hinterlässt. Mit Hilfe dieser Punkte kann jeder Ausdruck eindeutig zu einem Gerät zugeordnet werden. Timo Richter und Stefan Escher von der Professur für Datenschutz und Datensicherheit an der TU Dresden untersuchten diese Punkte genauer und fanden heraus, wie dieser digitale Fingerabdruck mit Informationen über den Druckenden von jedem gelesen werden kann.

Doch diese Identifikationscodes können nicht nur bei der Aufklärung von Straftaten helfen, sondern auch zur Überwachung verwendet werden. Warum die Punkte mitgedruckt werden, ist nicht geklärt. Die Druckerhersteller äußerten sich dazu nicht. „Wir finden es wichtig, dass die Menschen über die vorhandenen Codes und die damit mögliche Überwachung aufgeklärt werden“, so Escher. Zusammen mit seinem Kollegen entwickelte er in seiner Diplomarbeit die App „Deda“, welche durch das Hinzufügen weiterer Punkte in den Identifikationscode diesen unleserlich macht. Die Anwendung kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Lernen von der Natur

Die Libelle war das natürliche Vorbild bei der Entwicklung des Hubschraubers und die Fledermaus Vorbild für das Echolot, doch das ist noch längst nicht alles! Am 17. Juli wird im Foyer der Fakultät Biologie eine Ausstellung mit den Ergebnissen des FLiK-Moduls „Bionik“ (Forschen und Lernen im interdisziplinären Kontext) eröffnet. Der Begriff „Bionik“ setzt sich aus den Wörtern Biologie und Technik zusammen und beschreibt die Lösung technischer Probleme nach dem Vorbild biologischer Funktionen.

Zu sehen sind in der Ausstellung die Poster und Modelle neun unterschiedlicher Gruppen, die sich mit der Übertragbarkeit biologischer Strukturen und Materialien auf technisch nutzbare Konstruktionen auseinandersetzen. Unterstützt wurden die Teilnehmer der Forschungswerkstatt von Lehrenden unterschiedlicher Fachrichtungen. Die Ausstellung ist bis zum 26. Oktober im BIO-Bau, Zellescher Weg 20b, zu sehen.

Text: Madeleine Brühl
Foto: Wounds_and_Cracks/Pixabay

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