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Basketball: Titans nach epischem Krimi im Viertelfinale

Dresden Titans #7 Daniel Krause - Foto: PR, Ben Gierig

Die Dresden Titans stehen nach einem Herzschlagfinale im dritten und entscheidenden Achtelfinale am Sonntagabend gegen die Rostock Seawolves nun in der Runde der letzte acht Teams der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Vor 2133 Zuschauern in der Rostocker Stadthalle feierten die Elberiesen einen knappen 92:90-Sieg, der das krönende Ende einer denkwürdigen Playoff-Serie markierte, die eigentlich keinen Verlierer verdient hat.

„Auch wenn wir es heute am Ende selber spannender als notwendig gemacht haben, war diese Serie generell Werbung für den Basketballsport. Wir haben drei tolle Spiele vor einer sensationellen Kulisse gesehen. Aber am Ende sind wir nach meiner Meinung über die gesamte Serie gesehen der verdiente Sieger", zeigte sich Dresdens Head Coach Steven Clauss stolz über den Erfolg seiner Schützlinge, die von Beginn an eine entschlossene Leistung ablieferten. Nach gut vierten Minuten brachte Titans-Center David Sturner (18 Punkte, 10 Rebounds) sein Team mit 7:4 in Front. Bis zur ersten Viertelpause wuchs der Dresdner Vorsprung auf 23:16. Aber in der Folge blieb die Partie spannend. Nach einem ausgeglichenen zweiten Abschnitt behielten die Gäste mit einem 46:39 zur Halbzeitpause die Oberhand, wobei Rostock weiter in Schlagdistanz blieb.

Im dritten Viertel schienen die Dresdner die Partie zunächst in Gänze für sich zu entscheiden. Dank 16 Dreier aus 30 Versuchen (davon 4/7 durch Daniel Krause siehe Foto) konnten sich die Sachsen zwischenzeitlich auf 67:51 (26. Min.) absetzen. Nach einem Dunking von Titans-Kapitän Philipp Lieser über Rostocks Andre Murillo sahen die Dresdner zunehmend schon wie die Sieger aus. Jedoch ließen sie die Tür für ein Rostocker Comeback doch noch offen. Als Andrew Jones (11 Punkte) kurz vor der letzten Viertelpause einen Korbleger verpatzte und die Gastgeber im Gegenzug mit der Pausensirene per Dreier auf 66:72 verkürzten, war 10 Minuten vor Schluss alles wieder offen. 

Mit ihrer euphorischen Kulisse im Rücken stemmten sich die Seawolves im Schlussabschnitt gegen das drohende Saisonaus. Obgleich die Titans zunächst wieder auf 82:70 (33. Min.) davonzogen, legten die Hansestädter einen 15:2-Lauf hin, so dass die Partie zweieinhalb Minuten vor Ultimo zu kippen drohte. Doch den 85:85-Ausgleich beantwortete Titans-Guard Randal Holt (26 Punkte) mit einem eiskalten Dreier, dem vier weitere Dresdner Punkte folgten. Was danach passierte glich einem Krimi, den Alfred Hitchcock nicht besser hätte schreiben können. Nach einem schnellen Treffer von Rostocks Sebastian Hellmann fing dieser den Dresdner Einwurf ab und passte zu Matt Hunter, der per Dreipunktspiel zum 90:92 verkürzte. Wenige Sekunden später entschieden die Schiedsrichter auf Sprungball zu Gunsten der Seawolves, so dass den Gastgerbern noch eine letzte Chance blieb. Jedoch vergab Hellmann diesmal aus der Mitteldistanz und die „Titanen“ retteten den knappen Sieg nach Hause. 

Im Viertelfinale treffen die Dresdner nun auf die BG Karlsruhe, welche die Hauptrunde der ProB als beste Mannschaft mit einer Bilanz von 19 Siegen bei nur drei Niederlagen beendete. Auch die Titans mussten sich bisher in der ProB-Süd zwei mal geschlagen geben, aber bei beiden Partien waren Randal Holt und Head Coach Steven Clauss noch nicht mit von der Partie. Trainer Clauss weiß dennoch, „dass mit Karlsruhe ein weiterer harter Brocken auf uns zukommt, obgleich auch die nicht unschlagbar sind. Auch in dieser Serie treffen wir auf einen sehr physischen Gegner, der zudem erneut Heimvorteil genießt. Aber die Playoffs haben ja, wie wir heute gesehen haben, ihre eigenen Gesetze.“

Auch die Viertelfinale-Serie wird nach dem Modus „Best-of-Three“ ausgetragen. Start ist am kommenden Samstag in Karlsruhe, ehe die Titans am Sonntag, dem 17. April, um 16 Uhr im Rückspiel Heimrecht in der Margon Arena genießen. Ein entscheidendes drittes Spiel würde voraussichtlich am 19. April dann wieder in Baden Württemberg stattfinden. 

Beste Werfer:

Dresden: Randal Holt (26), David Sturner (18), Daniel Krause (17)
Rostock: Matthew Hunter und Andre Murillo (je 22)

Foto:PR, Ben Gierig

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